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Presseerklärung Nr. 59 vom 17.09.09: "Bonner Rat in Denkmalschutzfragen nicht länger zuständig?" |
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Presseerklärung Nr. 59 vom 17.09.09
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Bonner Rat in Denkmalschutzfragen nicht länger zuständig? Entscheidung über Zulässigkeit des Bürgerbegehrens steht an.
Vor gut zwei Jahren wurde damit begonnen, Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln, mit dem verlangt wurde, eine evtl. beantragte Umbaugenehmigung des Lichtspieltheaters METROPOL nach § 9 des Denkmalschutzgesetzes nicht zu erteilen. Über 14.000 wahlmündige Bürgerinnen und Bürger erhoben ihre Stimme rechtsgültig und stoppten im Mai 2008 einstweilen die geplanten Eingriffe in die historische Bausubstanz. Der Rat stellte seine obligate Entscheidung über die Zulässigkeit des Begehrens zurück, da zeitgleich ein Gerichtsverfahren beim Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen anhängig war, in welchem schließlich - entgegen den Erwartungen der meisten Denkmalschutzexperten - dem METROPOL mit Ausnahme seiner Fassade die Denkmaleigenschaft aberkannt wurde. Damit ist dem Bürgerbegehren sein juristischer Gegenstand abhanden gekommen, dennoch ist nach wie vor über die grundsätzliche Zulässigkeit des Begehrens zu befinden. Wir wiederholen daher unsere Warnung vom Juni 2008: Falls der Rat der Argumentation der Verwaltung vom letzten Jahr folgen sollte und das Bürgerbegehren für unzulässig hält, spräche sich der Rat selbst seine Zuständigkeit in punkto Denkmalschutz ab. Das Gutachten, auf das sich die Verwaltung stützte, geht insbesondere in drei wesentlichen Punkten erkennbar fehl:
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Berlin hat es, Bonn hätte es haben können |
"Historische Orte des Genusses" lautet das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am 12./13. September 2009. In Berlin ziert dabei eine Innenansicht der "Astor Film Lounge", des ersten deutschen Premium-Kinos, das Titelblatt des offiziellen Programmhefts. Hans-Joachim Flebbe, Begründer des Cinemaxx-Kinokette und einer der versiertesten Betreiber von Lichtspielhäusern in Deutschland, investierte als Mieter rund 800.000 € in Restaurierung und Innenausbau des denkmalgeschützten Hauses am Kurfürstendamm.

Auch das Bonner METROPOL bot sich für Flebbe als geeignete Spielstätte zur Fortführung des wirtschaftlich erfolgreichen Konzepts in anderen Städten an. Entsprechende Verhandlungsangebote wurden jedoch von den METROPOL-Eigentümern Vanja Schneider und Klaus Töpfer ausgeschlagen, die sich vom Umbau des 1929 eröffneten Lichtspieltheaters in ein Warenhaus größere Profite erhoffen.
Bonn hätte also auch haben können, was Berlin schon hat. Doch während Berlin Weltstadt bleibt, setzt Bonn seinen Abstieg in die Provinzialität weiter fort.
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5 Fragen an die Bonner Oberbürgermeisterkandidaten |
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Fünf
Fragen hat der Verein PRO METROPOL am 6. August 2009 den Kandidaten für das Amt des
Bonner Oberbürgermeisters zukommen lassen - fünf Fragen, von denen wir
ausgehen, dass ihre Beantwortung für die
Wahlentscheidung vieler Bürger von Interesse sind. Sie
lauten:
- Teilen Sie mit uns und vielen Bürgern dieser Stadt das Bedauern über den Verlust der Denkmaleigenschaft des in Deutschland kunsthistorisch einmaligen und für die Förderung
des kulturellen Lebens in der Innenstadt vielfältig nutzbaren
Metropol-Theaters aufgrund des nun rechtsgültigen OVG-Urteils und der
durch die Eigentümer geplanten Umbaumaßnahmen für eines Einzelhandelsnutzung?
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Gastkommentar von Peter Riemann |
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Die folgende Stellungnahme erschien am 19.07.2009 als Kommentar zu dem rhein:raum-Artikel "PRO Metropol will den Kampf fortführen". Wir geben ihn hier mit freundlicher Genehmigung des Verfassers als Gastkommentar wieder:
'Es gehört zu den traurigen Kapiteln der Rechtsprechung, wenn bei der Suche nach Gerechtigkeit der Sinn verloren geht.
Der bedeutende Rechtsphilosoph Erich Kaufmann hat die Latte dafür
sehr hoch gelegt: “Rechtsprechung habe sinnstiftend zu sein”. Am Ende
soll nicht irgendein formaljuristisches Ergebnis eines Analyse- und
Abwägungsprozesseses stehen, sondern ein ethisch und moralisch
vertretbares Urteil, das richtungsweisend (raus aus dem Unsinn) oder
sinnerhaltend (bloß nicht rein in den Unsinn) ist. |
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Kondolenz- und Meinungsbuch |
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Zum
Anlass der Beschwerderückweisung durch das BVerwG Leipzig legen wir an
unserem Informationsstand samstags auf dem Bonner Marktplatz ein
Kondolenz- und Meinungsbuch aus. Lesen Sie hier Stimmen aus der Bevölkerung:
'Aus dem Denkmalskandal ist ein Justizskandal geworden'
'Die
Leute sind verrückt, sie machen alles kaputt. Ich wohne 46 Jahre in
Bonn und ich vermisse das Metropol! Schade wenn es kaputt geht.'
'Es tut mir/uns so leid'
'Warum?' |
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